Den Feigen gehört die Welt

Was ich nun schon ein paar Mal gehört habe: „Ich bewundere dich für deinen Mut. Ich könnte das nicht.“ Naja, ich weiß nicht, ob man sehr mutig sein muss, wenn man das erste Leben einfach nicht mehr erträgt und darum folgerichtig das zweite anstrebt. Die passende Bezeichnung dafür wäre wohl eher: Logischer Schritt.

Mit dem Mut ist das ja so eine Sache. Er öffnet dir Türen, die den Angsthasen verschlossen bleiben. Der Verstand ist bei den meisten von uns jedenfalls kein Freund des Risikos.

Warum? Weil es zwar in der heutigen Zeit nicht ums nackte Überleben im Sinne von gefressen werden oder sonstig verrecken geht, aber ums soziale Überleben. Und da kein Mensch der Depp der Runde sein möchte, hat er sich etwas angewöhnt, dass sich Massenangstmut nennt. Oder zumindest nennen könnte.

Je mehr Gleichgesinnte jemand an seiner Seite oder hinter sich weiß, desto mutiger wird er. Aber natürlich nur im Rahmen der vorherrschenden Weltbilder und Meinungen. Der selbe Mensch, der in der Masse das Maul aufreißt, wird alleine dann schnell wieder zum Mucksmäuschen. Dieser Mut ist also nicht sehr echt. Dennoch ist er ein extrem mächtiges Instument der Systemlords.

Und das ist auch einer der Hauptgründe, warum dieser so gerne propagierte Bewusstseinssprung vermutlich nicht stattfinden wird. Nicht in der derzeitigen Ausgangslage. Denn die dafür notwendige Menge an Aufgewachten wird niemals groß, und dadurch einflussreich genug sein, um das Welt- und Selbstbild der schlappen restlichen paar Milliarden Seelen zu kippen.

Das halt ich für ziemlich ausgeschlossen.

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