Die Zeit ist ein Schwein

Fast wie das Kaninchen vor der Schlange oder das Füchslein in der Falle verhalten sich meine Zukunftsvisionen samt Gegenwart zum Thema Zeit.

Die Zeit lief davon und sie läuft auch bald ab. Erstaunlich, wie schnell die Tage vergehen, wenn sie es nicht sollen!
Noch erstaunlicher ist es aber, dass man sich als Mensch in dieses erfundene, künstliche Zeitschema pressen lässt. Zeit und Geld: das sind die beiden Triebfedern des menschlichen Lebens. Es sind auch seine Gebieter. Du brauchst keinen Sklavenhalter, der dir die Seele aus dem Leibe peitscht, damit du funktionierst. Das machen seine Sklavenhalterstellvertreter namens Geld und Zeit. Und denen gegenüber kann man auch schwerlich aufbegehren, denn die beiden haben kein Gesicht, kein Gewissen, kein Leben. Wir lassen uns von künstlichen Werten knechten.
Ja, freiwillig.

Natürlich gibt es rigorose Konsequenzen, wenn du aufbegehrst, das Geld verbrennst, die Uhr zertrümmerst, usw., aber zu sagen: „Ich weiß, dass dies nicht das wahre, natürliche Leben ist, das dem Menschen vorbestimmt ist, ABER“ kann dir die Freiwilligkeit deines Tuns nicht versüßen. Es ist einfach eine irrsinnig schlechte Rechtfertigung für Unfreiheit.
Ja, du bist selbst schuld. Ja, ich bin selbst schuld. Ja, wir sind selbst schuld.

Komm, wir treffen uns mal nicht am Sonntag um Punkt 20 Uhr in einem Konsumationstempel, sondern irgendwann nach Einbruch der Dunkelheit irgendwo am See und baden in Unschuld und Ungehorsam!

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