Innere Kämpfe und Krämpfe – Herz gegen Hirn

Die Lebenslehrer predigen, dass man auf sein Innerstes hören und auch danach handeln soll. Also auf die innere Stimme. Auf das Herz. Auf die Intuition, nicht auf den Instinkt. Dann, so sagen sie weiter, kann man automatisch zwangsläufig nur die richtigen Entscheidungen treffen.

Ich weiß nicht so recht und neige dazu, anzunehmen, dass man es vorher eben nicht weiß. Auch die Intuition kann nicht in die Intuition der anderen blicken und vorhersagen treffen. Zumindest nicht in diesem eher erbärmlichen Stadium der Übersinnlichkeit, in dem die Menschheit sich befindet. Rückblickend muss ich eher sagen, dass mich die Intuition oft genug fehlgeleitet hat und Schaden verursachte.

Fehlgeleitet unter Anführungszeichen natürlich, denn es ist schon klar, dass unsere Innere Stimme und unser Verstand völlig andere ethische Grundprinzipien verfolgen. Und so ist es nicht verwunderlich, wenn einen die Intuition oft in die Scheisse reitet, denn sie geht nach den Prinzipien des Lebens, wie es sein sollte, der Verstand hingegen leitet dich ausschließlich durch die materielle Welt des schieren Überlebens und des eigenen Vorteils. Aber genau das brauchst du hier in diesem Erdenleben.

Und so finde auch ich mich nun täglich in vielen Situationen wieder, in denen ich inne halten muss, um bewusst zu eruieren, wohin das innere Pendel gerade ausschlägt. Es schwingt unaufhörlich über die Grenzen der beiden Leben hinweg.
Hin und her zwischen Überlebenswille und dem Wissen um die Bedeutungslosigkeit des eigenen Schicksal in der Dreidimensionalität.

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