Kommunikation und Interaktion

Es ist oft schwierig für Anderstickende, mit dem gros der Mitmenschen zu reden. Das liegt zumeist an beiden Seiten.

Einer der Hauptgründe, warum es diese Chronologie gibt, ist einer der letzten Punkte in meiner schmucken Mindmap.

Dort steht nämlich, ziemlich am Ende der letzen Schritte auf der Liste:

 

LEBEN, LEHREN und VERBREITEN

 

Etwas zu können oder zu wissen ist eine feine Sache. Aber erst, wenn du deine Weisheiten, Talente und Künste auch teilst und weitergibst, zum Wohle der anderen und der sonstigen Umwelt, wird eine runde Sache aus deinen Bestrebungen.

Das setzt natürlich voraus, dass man bis dorthin lernt, uneingeschränkt zu kommunizieren. Offen und aufrichtig. Aktiv und emphatisch. Egal, wie oft und heftig man dafür eine reingesemmelt bekommt.

„Beim Reden kommen die Leute zsamm“, heisst es auf dem Lande und wie bei jeder Bauernregel und jedem anderen Sinnspruch handelt es sich dabei um eine unwiderlegbare Nona-Wahrheit.

Diese bedingungslose Art der Kommunikation braucht man aber eventuell schon viel früher auf dem Weg zum etwas besseren Ich.

In diesem Ich-Perspektive-Blog steht der Protagonist, der Tagebuchschreiber quasi, an einem Punkt im Leben, der ihn in dieser Hinsicht innerlich zerreisst.
Zum einen weiß er, dass er in dieser Phase des Daseins völlig alleine ist. Nicht einsam, sondern alleine. So wie wahrscheinlich jeder an diesem Punkt und oft auch lange davor.
Andererseits aber weiß er aber auch, dass seine Situation ihn zur Kommunikation und zur Kommunikationsfähigkeit zwingt. Alles andere wäre Irrsinn. Das Vermeiden von klaren Worten, wo klare Worte nicht nur ein Gebot des Anstands sind, sondern auch ein Schlüssel zu Lösungen, ist daher dumm und kurzsichtig.

Wir sind alle unterschiedlich gestrickt, was unsere sozialen Fähigkeiten und Interaktionen betrifft. Aber eine Weisheit gilt für uns alle, ja auch für den Einsiedler und den Mönch, der schon seit 20 Jahren auf einem Berggipfelkreuz balancierend meditiert: Wir sind aufeinander angewiesen. Wir gehören zusammen. Du, Schatz, ich glaub, wir müssen mal reden.

Du wirst Zeit deines Lebens ohnehin nur einen sehr geringen Teil der Menschheit kennen lernen. Und nur ganz wenige davon liegen auf ähnlicher Wellenlänge. Intellektuell, ideologisch, herzenergiemäßig, usw.
Das darf aber einfach kein Hinderungsgrund sein. Keine Ausrede.

So sag ich es mir und so sag ichs auch dir.

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