Lebensfreude ist der Schlüssel zum Paradies

Der Titel klingt banal und platt, aber so eine NoNa-Selbstverständlichkeit ist diese Aussage nun auch wieder nicht.

Glücklich sein ist doch für fast jeden von uns meistens eine kurzfristige Angelegenheit und hat mit richtiger Lebensfreude nicht allzuviel gemeinsam. Glück ist wie Verliebtsein. Ein Adrenalinschub. Lebensfreude ist etwas, das immer da ist. Gleichbleibend und ohne Extreme.

Wenn du keine Lebensfreude in dir spürst, sondern nur ab und zu Glücksmomente geschehen, dann wirst du es vermutlich sehr schwer haben, zu wachsen und zu gedeihen. Es ist nicht anders als mit dem Beruf, den man ausübt. Macht man ihn aus Freude und mit Freude, ist das prima und man wird dabei auch Entfaltung erfahren. Aber das hat nichts damit zu tun, dass dir der Chef beim gemeinsamen Bier nach der Arbeit freundschaftlich auf die Schulter klopft und dich lobt, woraufhin du im siebenten Himmel schwebst. Neinein, das ist was anderes, ganz ehrlich.

Absolvierst du dein Leben eher, als dass du es lebst und kommt Freude immer nur punktuell auf, wenn mal netterweise etwas Schönes passiert oder du einen kleinen Erfolg verbuchen kannst, dann bist du genau dort, wo man dich als Mensch und Sache haben will. Ein Sklave, der nicht klagt, weil eh irgendwie alles ok ist und das Leben ansonsten eben kein Zuckerschlecken ist.

Lächeln, Lachen, Faxen machen

Zur Lebensfreude gehört aber, meiner Ansicht nach, auch eine gewisse Portion an Humor plus das sich selbst nicht gar so ernst und wichtig nehmen. Dass diese beiden Dinge nicht zwingend zusammen auftreten, kann man gut in der Esoterik-Szene bemerken. Eigentlich dürfte dort kein böses Wort fallen. Eigentlich müssten dort alle wissen, was es mit diesem Ego auf sich hat. Lachen ja, aber bitte nicht über mich und meine Ansichten.

Klar. Du bist wichtig. Ich bin auch wichtig. Aber es gibt da doch einen gewaltigen Unterschied in der Interpretation dieses Wortes. Wenn die Wichtigkeit sich eher darin manifestiert, dass man meint, man zähle auch nur einen Deut mehr als jedes andere Lebewesen, hat man diese Sache wohl falsch verstanden. Nein, die eigene Befindlichkeit kann nicht für alle anderen das Maß aller Dinge sein.

Für Menschen dieser Art sind sowohl Humor, als auch Lebensfreude absolute Fremdworte. Und das steht im krassen Gegensatz zum angeblichen Willen zur Persönlichkeitsentwicklung.

Die große Zusammenfassung der vielen Worte lautet also: Ich weiß wirklich nicht viel. So gut wie gar nichts. Aber dass Lebensfreude, eine halbwegs realistische Selbsteinschätzung und Humor wichtige Ingredienzien einer hochschwingenden Persönlichkeit sind, das lege ich hiermit als Wahrheit fest.

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