Nichts ist unmöglich

Trotz aller Skepsis und gegenteiliger Erfahrungswerte war ich immer schon der festen Überzeugung, dass jeder alles schaffen kann. Wenn er nur will. Und wenn er den inneren Schweinehund besiegt. „Die Komfortzone verlassen“ nennen das die vielen Abermilionen Persönlichkeitstrainer heutzutage.

Ja, alles ist möglich, die Frage ist nur, in wie weit man dafür man selbst bleiben kann und sich nicht verbiegen oder gar zu einem anderen Menschen werden muss.
Beispiel: Du willst unbedingt Politiker werden, weil du in deiner jugendlichen Leidenschaft allen Ernstes glaubst, etwas verändern zu können, wenn du erstmal „ganz oben“ bist.
Nun, was wohl wirst du dir an Charakterlosigkeiten, Gewissensabstreifungen und Persönlichkeitsdefiziten aneignen müssen, um dorthin zu kommen?

Na?

Ganz Genau!

Mein ganz persönliches Vorhaben, mein Weg und mein Ziel, unterliegt genau demselben Dilemma. Um das tun zu können, was ich möchte, musste, müsste und muss ich laut gesellschaftlicher Logik und Vorgabe zuerst einmal einen Weg einschlagen, der schon an und für sich genau das Gegenteil des Zieles ist.
Das kann also nie und nimmer gut gehen.

Mein Weg und mein Ziel ist das zweite Leben, und wenn wahrhaftig jeder alles schaffen kann, dann muss man es auch schaffen, ohne gegen die eigenen Prinzipien zu agieren. Alles andere ist Lebenslüge und Selbstverleugnung.
Die Komfortzone kann man nämlich auf zwei Wegen verlassen. Aufzustehen und hart daran zu arbeiten, sich selbst zu verleugnen, ist weißgott schon ein ziemlich mühsamer Weg. Aufzustehen und hart daran zu arbeiten, genau dies nicht zu tun, ist ein ungleich müsamerer. Am Ziel aber wird die Belohnung wohl eine ungleich schönere sein.

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